Kirschen - zwischen Ohrschmuck und Kuchenfüllung

Kirschen - zwischen Ohrschmuck und Kuchenfüllung © Printemps - Fotolia.com

Herkunft

Während die Süßkirsche von den in Kaukasien wild wachsenden Vogelkirschen abstammt, hat die Sauerkirsche ihre Heimat vorwiegend im westlichen Asien. Die kultivierten Sorten kommen aus Kleinasien. Dank römischer Feldherren, die die Kirsche nach Europa brachten, werden heute unzählige Sorten angeboten.

Saison

Deutschland ist mittlerweile eines der bedeutendsten Anbaugebiete, die meisten Kirschen werden u.a. in Rheinhessen, Thüringen, Rheinland Pfalz, Franken und Niedersachsen geerntet.

Genießen kann man das beliebte Steinobst von Mitte Juni bis August, ihre Haupterntezeit haben die Kirschen im Juli. Für alle, die es nicht mehr abwarten können, eignet sich am besten Importware aus Italien, die ab Anfang Mai erhältlich ist.

Einkauf & Lagerung

Achten Sie beim Einkauf auf eine feste, glatt-glänzende Haut und einen festen grünen Stiel. Dies sind Indizien für eine frische, “gesunde” Kirsche. Gerissene oder “schwitzende” Kirschen, lassen sie besser liegen. Für den Transport eignet sich am besten eine Papiertüte, in der die Kirschen locker und ohne Druck liegen können. Denken sie daran, Kirschen reifen nicht nach! Sie sind 2–3 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks haltbar. Zur längeren Aufbewahrung entfernen Sie die Stiele und frieren die Kirschen samt Kern ein. Wenn Sie die Kirschen locker auf einem Küchentuch ausbreiten und an der Luft liegen lassen, können Sie am besten wieder auftauen.

In der Küche

Die Süßkirsche eignet sich am besten zum frischen Verzehr und ihre Farbe reicht von dunkelrot bis ins Schwarze. Am beliebtesten ist die Herzkirsche mit ihrem süßen, weichen Fruchtfleisch oder die etwas festere wohlschmeckende Knorpelkirsche. Diese eignet sich hervorragend zum Kandieren oder für einem leckeren Obstsalat, da sie etwas fester ist.

Sauerkirschen hingegen - auch Weichsel genannt - haben eine deutlich hellere Farbe und aus ihnen lassen sich Soßen, Kuchenfüllungen oder Konfitüren machen. Auch die wohl bekannteste Sorte, die `Schattenmorelle` gehört zur Familie der Sauerkirsche.

 Entfernen Sie den Stiel erst nach der “sanften Dusche, sonst geht zuviel von dem kost baren Saft verloren.

Das Entsteinen geht Ihnen einfacher von der Hand, wenn Sie die Kirschen für ein paar Minuten in das Gefrierfach legen, das löst den Stein und das Fruchtfleisch bleibt schön fest.

Tipps

Mischen Sie Süß-und Sauerkirschen, entsteinen und blanchieren sie kurz in kochendem Wasser und dann ab damit in den ca. 100 Grad heißen Backofen. Lassen Sie sie dort für ca. 20 Stunden – und sie erhalten köstliche Trockenkirschen.

Sie können sie für Desserts, Obstsalate oder im Müsli verwenden. Gerade wenn Sie einen Baum mit vielen Früchten im Garten haben kommen Sie so kostengünstig an einen vitaminreichen Wintervorrat der köstlichen Früchtchen.

Werfen sie die Kerne nicht weg. Gründlich gewaschen können Sie mit ihnen Ihr eigenes Kirschkernkissen herstellen und haben somit die ganze Kirsche verwertet!

Gesundheit

Power-Paket Kirsche!! Wussten Sie, dass Kirschen neben ihrem hohen Gehalt an Eisen, Kalium, Kieselsaure und Antioxidanten auch ganz wunderbar für den Typ 2 Diabetiker geeignet sind? Dank in den Kirschen enthaltener Polyphenole können sie eine regulierende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel haben und die sekundären Pflanzenstoffe regen die Insulinproduktion an.