Äpfel, von der Sonne geküßt

Äpfel, von der Sonne geküßt © valery121283 - Fotolia.com

So ein knackiger Apfel ist eine feine Sache - dachten sich die alten Babylonier. Sieht lecker aus, duftet verführerisch und schmückt die Tafel des Königs ungemein. Kurzerhand pflanzten sie jede Menge Apfel- Bäume in den königlichen Gärten an. Das war so ungefähr 8.000 vor Christus. Ganz ehrlich: Mit unserem heutigen Geschmack hatten diese Äpfel wenig gemein. Sie waren sauer, grün und holzig. Da haben wir es zum Glück besser! Unsere Äpfel - die uns auf Wochen- und in den Supermärkten so verführerisch anlachen - sind von der Sonne geküsst und eine wahren Gaumenfreude.

“One apple a day keeps the doctor away” – sagt ein altes englisches Sprichwort.

Kaum zu glauben, aber wahr: In jedem knackigen Apfel steckt eine gehörige Portion Kraft! Ob nun rotbäckig oder mit grüner Schale, saftig oder mürbe – jeder noch so kleine Apfel ist Vitamin- und Mineralstofflieferant, Herz- und Gefäßschutz und selbstverständlich auch noch der Fitnesstrainer fürs Immunsystem und die kleinen grauen Zellen. Unter der Schale eines mittelgroßen Apfels warten dicht gedrängt über 300 gesunde Substanzen darauf, dass sie mit jedem Biss ihre Fähigkeiten im menschlichen Körper entfalten können. Beispielsweise der Quellstoff Pektin. Er senkt den Cholesterinspiegel und beugt Arteriosklerose vor. Und: Die im Apfel reichlich enthaltenen Pektine quellen stark und absorbieren giftige Zersetzungsprodukte sowie Mikroorganismen im Darm. Dadurch wird der Darm mechanisch gereinigt und von schädlichen Bestandteilen gesäubert.

Daher sollten Äpfel nach Möglichkeit immer mit der Schale gegessen werden, denn die geballte Ladung an Vitaminen und Nährstoffen befindet sich direkt unter der Schale. Und noch etwas ist wichtig: Die Kohlenhydrate des Apfels sorgen ganz schnell für neue Energie. Daher ist er ideal als Zwischenmahlzeiten im Büro, während der Reise oder in der Pause auf dem Schulhof. Besonders gut eignet er sich zur Behebung von Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Außerdem stecken im Apfel die Vitamine A, B, C und sogar das Vitamin E, das die Leistungsfähigkeit des Nervensystems fördert. Und so sieht das gesunde Innenleben eines Apfels aus (auf 100 Gramm essbaren Anteils):

Bestandteile/Menge

Eiweiß                  0,34 g
Fett                      0,40 g

Wasser              85,30 g

Kohlenhydrate   12,60 g

Rohfaser              1,00 g

Mineralstoffe        0,32 g

Vitamin B          10,035 mg

Vitamin B          20,032 mg

Nicotinamid         0,010 mg

Vitamin C             12,00 mg

(Schwankungen je nach Sorte) 

Die Mineralstoffen im Apfel sind vor allem Kalium, Kalzium Phosphor und Magnesium.

Wussten Sie, dass jeder zehnte in Europa produzierte Apfel aus Südtirol stammt?

Mildes Klima, fruchtbarer Boden und bis zu 300 Sonnentage jährlich lassen den Südtiroler Apfel g.g.A. gedeihen. Die Bezeichnung g.g.A. steht für „geschützte geografische Angabe" und ist Garant für die geprüfte Qualität. 2005 haben die Apfelbauern Südtirols dieses europäische Gütesiegel verliehen bekommen.

Durch die Vielzahl der Sorten ist natürlich für jeden Geschmack was dabei.

Sorten mit dem Siegel "geschützte geografische Angabe" sind:

Golden Delicious

Geschmack: saftig, süß-aromatisch

Empfehlung: geeignet für Obstsalat, Strudel, Kuchen, Kompott

Herkunft: USA, Zufallssämling

Vermarktung: Mitte Oktober bis August

Gala

Geschmack: knackig-fest, aromatisch, wenig Säure

Empfehlung: geeignet für Kompott

Herkunft: Neuseeland, Kreuzung aus Kidds Orange und Golden Delicious

Vermarktung: September bis Ende März

Red Delicious

Geschmack: fest, saftig, süß, aromatisch

Empfehlung: geeignet für Obstsalat, Strudel, Kuchen

Herkunft: USA, Mutation aus Delicious

Vermarktung: Ende September bis Mai

Braeburn

Geschmack: sehr knackig, saftig, süßsäuerlich

Empfehlung: geeignet zum Backen und Kochen

Herkunft: Neuseeland, Zufallssämling aus Lady Hamilton und Cox Orange

Vermarktung: Mitte Oktober bis Ende Mai

Fuji

Geschmack: knackig-fest, saftig, süß

Empfehlung: geeignet für Torten

Herkunft: Japan, Kreuzung aus Ralls Janet und Delicious

Vermarktung: Anfang Oktober bis Mai

Granny Smith

Geschmack: fest, feinsäuerlich, saftig

Empfehlung: geeignet für Saft, Strudel, Apfelmus, Kompott

Herkunft: Australien, Zufallssämling

Vermarktung: Oktober bis April

Morgenduft

Geschmack: fest, süßsäuerlich

Empfehlung: geeignet für Obstsalat, Strudel, Kuchen, Kompott

Herkunft: USA, Mutation aus Rome Beauty

Vermarktung: November bis Mai

Jonagold

Geschmack: saftig, aromatisch, süßsäuerlich

Empfehlung: geeignet für Saft, Kuchen, Apfelmus

Herkunft: USA, Kreuzung aus Golden Delicious und Jonathan

Vermarktung: Ende September bis Juni

Winesap

Geschmack: besonders saftig, knackig-fest, süßsäuerlich

Empfehlung: geeignet für Saft, Strudel, Apfelmus

Herkunft: USA, Zufallssämling aus Winter-Winesap

Vermarktung: Mitte Oktober bis Mitte Mai

Idared

Geschmack: sehr knackig, saftig, feinsäuerlich

Empfehlung: geeignet für Saft, Strudel, Apfelmus, Kompott

Herkunft: USA, Kreuzung aus Jonathan und Wagnerapfel

Vermarktung: Mitte Oktober bis Mitte Juni

Elstar

Geschmack: saftig, sehr aromatisch, süßsäuerlich

Empfehlung: geeignet für Saft, Strudel, Apfelmus

Herkunft: Niederlande, Kreuzung aus Golden Delicious und Ingrid Marie

Vermarktung: August bis Ende Februar

Wie lagert man Äpfel richtig?

Am besten an einem kühlen trockenen Ort. Im Keller, im Kühlschrank oder im Winter in einem abgedeckten Gebinde im Freien.

Lagern Sie Äpfel nicht zusammen mit anderen Früchten. Die Reifung der umliegenden Früchte wird sonst beschleunigt.

Sie können die Lagerzeit verlängern, indem Sie die Früchte in luftdichten Plastikbeuteln abpacken.

In der Obstschale bei Zimmertemperatur ist die Haltbarkeit ca. zehn Tage.

Essen Sie angeschnittene Äpfel gleich, oder verwerten Sie diese. Zum Beispiel zu einem super-leckeren Apfelkuchen. Schauen Sie mal in unseren Rezepteil.

 

Bleibt uns nur noch zu sagen: Guten Appetit!