Beifuss - macht fette Speisen bekömmlicher

Beifuss - macht fette Speisen bekömmlicher fotolia

Woher der Beifuß (botanischer Name Artemisia vulgaris) stammt, weiß man nicht so genau. Vielleicht aus Asien. Auch sein Name lässt viele Rätsel zu. Vielleicht entstand er dadurch, dass Wanderer und römische Legionäre das Kraut sich an Fuß banden oder in die Schuhe legten. Sozusagen als „antike“ Fußsohlen gegen müde Füße und Blasen. Bekannt ist von Beifuß nur, dass es „das Älteste aller Kräuter“ sein soll. Sozusagen der Senior-Chef in der Kräuterküche.

 

Beifuß, ein Verwandter des Wermuts, hat einen frisch-würzigen, leicht bitteren Geschmack. Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler und wird (Pflanzen werden heute hauptsächlich in Holland und in den Balkanstaaten angebaut) bis zu zwei Meter hoch. Geerntet werden die Rispen mit den noch geschlossenen Blüten. Die Zweigspitzen mit den Blütenkörbchen werden hängend getrocknet. Die Blätter sind ein Wegwerfprodukt, da sie sehr, sehr bitter schmecken.

 

Verwendung in der Küche

Ein anderer Beifuß-Name heißt: Gänsekraut. Das sagt schon, dass Beifuß ein ideales Würzkraut für alle fetten Gerichte ist. Mit gekocht macht es schwere Speisen bekömmlicher - was allen empfindlichen Mägen guttut. Deshalb gehört Beifuß zum Aal, zu Schmalz, zu Hammelfleisch, Schweinefleisch, Wildschweinbraten, zu fetten Soßen und Mayonnaisen, Gänsebraten und allen anderen Gänsegerichten. Als typische Würze gilt Beifuß für Eintopfgerichte, die auf Schweinefleisch gekocht werden. Probieren Sie auch Beifuß zu Weißkohl, Wirsing, zu Möhren, Rüben, zu kräftigen, gemischten Salaten aus Kartoffeln, Nudeln und Fleisch und zu Eiergerichten mit Speck oder Schinken. Beifuß-Öl gehört mit zu den Ingredienzen von Wermutwein und Absinth, von Senf und Essig. Beifußtee gilt als krampfstillend und harntreibend.

 

Im Garten

Als Nutzpflanze lohnt sich der Anbau nicht. Vielleicht wegen seiner Größe als Hingucker. Ansonsten ist der Griff zum fertigen Würzprodukt bei Beifuß mehr zu empfehlen.